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26. ADAC Oldtimerfahrt Horlofftal „links und rechts des Lutherwegs“

Petrus verschonte die Oldtimer auf dem Lutherweg – Tausende Besucher bei der Oldtimerfahrt Horlofftal:

Bei der 26. Auflage der beliebten ADAC Oldtimerfahrt Horlofftal pilgerten am Pfingstsonntag 120 herrliche Fahrzeuge „links und rechts des Lutherwegs 1521“ und begeisterten dabei viele Tausend Zuschauer an der Strecke und in den Etappenorten. Nach heftigen Gewittern und Dauerregen in der Nacht hatte Petrus offensichtlich Einsicht und verschonte Luthers Pilgerer der besonderen Art: Pünktlich zum Start in Hungen hörte der Regen auf, erste Sonnenstrahlen drangen durch und kündigten einen warmen und trockenen Pfingstsonntag an. Die Fahrer der Cabrios strahlen bis zum Abend mit der Sonne um die Wette.

Auf ihrer Tour durch die Wetterau stoppte der vom Hungener Bürgermeister Rainer Wengorsch zusammen mit dem MSC-Vorsitzenden Manfred Möll in Hungen ab 9.31 pünktlich im Minutentakt gestartet Fahrzeugtross bei der Lebensgemeinschaft Bingenheim, am Wetterau-Museum Friedberg, an der „Bitz“ in Oppershofen, beim Klicker-Club in Södel und an der Luthertreppe in Berstadt. Anschließend führte die Tour über Trais-Münzenberg nach Lich und damit wieder zurück in den Landkreis Gießen. Auf dem Grünberger Marktplatz, am Autohaus Kühn in Lauter und am Hof Wiesental in Nonnenroth waren die Fahrzeuge bei der Durchfahrt dicht umlagert. Das MSC-Programm mit den interessanten Vorauswagen kam an: Vor dem Feld fuhren knapp 20 bärenstarke Ford Shelby Mustang GT500, dahinter neun supermoderne Elektrofahrzeuge. Danach folgten im Minutentakt optische und technische Leckerbissen der Mobilität des vergangenen Jahrhunderts: Der von Dirk Christian Bender und Friedhelm Höchst (Grünberg) gefahrene 12-Zylinder-Lagonda-Rennwagen aus dem Jahre 1939, der 1932 bei Ford in Köln gebaute und vom Hungener Carsten Butteron gefahrene „Y“ mit 15 PS oder der Morris Bullnose von Rolf Siegert (Schöffengrund) unterscheiden sich doch deutlich von den neuzeitlicheren Fahrzeugen, die dann folgten. Aber auch da wurden bei vielen Besuchern Erinnerungen wach. VW Käfer in allen Varianten, Opel Kadett, Ascona oder Manta, 02-er BMW waren im Feld dabei, aber auch diverse Sportwagen wie Porsche, Austin-Healey, MG und Triumph gab es zu bestaunen. Selbst die ersten Audi quattro sowie Mercedes-Cabrios verschiedener Baugruppen gelten jetzt schon als Oldtimer, denn sie haben mehr als 30 Jahre auf dem Buckel. Bei den Motorrädern zogen BMW mit oder Seitenwagen, NSU, Honda und Harley Davidson aus dem Jahre 1940 oder eine Wanderer (1927) oder Mopeds von Simson und Zündapp die Blicke der Zuschauer auf sich.



Gleich in sechs Orten bescheinigten Luther-Darsteller per Pilgerstempel in der Bordkarte die Durchfahrt der Teams. Großes Erstaunen an der Kotrollstelle in Lich: War Luther eine Frau? Kurzerhand hatte sich Touristikchefin Christiane Agel eine Mönchskutte umgehängt, für die Luther-Programme der Stadt geworben und mit Klaus Kühn, dem „Luther“ in Grünberg, und Werner Leipold den Nonneröther Ortsvorstehen und Luther am Wiesental konkurriert. Mit seinem Konzept hatte der Motorsport-Club Horlofftal im 500. Reformationsjubiläum den Nerv der Zeit und den Geschmack der Teilnehmer und Besucher getroffen. Die beiden Fahrtleiter Winfried Möll (Röthges) und Daniel Noll (Langd) hatten für die Teilnehmer lustige, aber auch teilweise tückische Aufgaben auf der 150 Kilometer langen Strecke ausgearbeitet. Bei der Siegerehrung gab es Pokale für die Sieger und Platzierten in vielen verschiedenen Klassen und Kategorien.

Rund 100 Helfer waren in die Organisation eingebunden. Ihnen gebührt besonderer Dank. Bereits in zwei Wochen sind die Helfer erneut gefordert, denn am 18. Juni steht die neunte Auflage des Traktortreffens in Villingen auf dem Programm.

Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=c6mNlfKGgVc&feature=youtu.be
https://www.youtube.com/watch?v=6Q3AgqHyoZw&feature=youtu.be